Dass sich ein Phonozweig direkt am Verstärker einmessen lässt, gehört zu den Kuriositäten der HiFi-Geschichte. Genau das bot Denon 1978 mit der Kombination aus dem Vollverstärker PMA 600 und dem Tuner TU 400, in den USA als PMA 701 geführt: Mit der zugehörigen PCC-Testschallplatte (Phono Crosstalk Canceller) lässt sich das Übersprechen des Phonosystems am Gerät selbst justieren. Da diese Platte samt eigener Anleitung heute nur noch extrem selten auftaucht, ist gerade sie es, die dieses Angebot für Sammler so interessant macht.
Die Dokumentation ist nahezu lückenlos: die PCC-Platte im Originalcover mit viersprachiger Anleitung, dazu eine umfangreiche Lektüresammlung sowie die Manuals zu beiden Geräten als Kopien. In dieser Vollständigkeit wird die Kombination kaum ein zweites Mal zu finden sein.
Beide Geräte wurden bereits vom Vorbesitzer revidiert und anschließend von unseren Audiotechnikern erneut gewartet, gereinigt, optimiert und nach Herstellerangaben sowie VDE-Richtlinien geprüft. Schalter und Regler arbeiten ohne Kratzen und Knistern, der Tuner liefert rauschfreies FM-Stereo. Im Zuge der Aufarbeitung erhielten Verstärker und Tuner neue, passende Lautsprecherterminals, sodass sich nun auch Bananenstecker und Kabel mit größerem Querschnitt problemlos anschließen lassen; die Gehäusedeckel beider Geräte wurden im Wrapping-Verfahren farblich einheitlich in satiniertem Grau neu gestaltet, die Gerätefüße durch massivere Gummiabsorber ersetzt.
Klanglich zeigt die Kombination jenen warmen, farbigen und lebendigen Charakter, für den diese Denon-Ära geschätzt wird – am Hörplatz vergehen die Stunden schnell. Nach knapp fünf Jahrzehnten sind marginale, unauffällige Gebrauchsspuren vorhanden, das Gesamtbild bleibt elegant. Zum Lieferumfang gehören der Verstärker PMA 600, der Tuner TU 400, die PCC-Testschallplatte mit Anleitung sowie die Lektüresammlung.